Das Seniorenheim Haus am Suletal im Wandel der Zeit

Im Jahre 1945 kamen 40 Kinder aus der Niederlausitz, die alles verloren hatten, nach Sulingen. Hier in Sulingen fanden sie ein neues Zuhause. Ein Fachwerkhaus in der Südstraße wurde ihnen als Kinderheim zur vorläufigen Bleibe zur Verfügung gestellt. Am 18. März 1952 gründeten Sulinger Bürgerinnen und Bürger den Verein „Kinderheim Sulingen e. V.“. Schon damals diskutierten die Verantwortlichen über die Errichtung eines Altenheimes für ältere Menschen in Sulingen und Umgebung. Im Jahr 1965 wurde der Verein dann in „Kinder- und Altenheime Sulingen e. V. umbenannt. Schnell sollte in der Memelstraße, auf einem parkähnlichen Grundstück, ein Altenheim erbaut werden. Nach anfänglichen finanziellen Schwierigkeiten, konnte der Grundstein für das heutige Seniorenheim „Haus am Suletal“ am 06.11.1968 gelegt werden. Zum 01. April 1970 wurde das Seniorenheim erstmalig bezogen. Fräulein Gertrud Winde und Herr Johannes Bultmann waren die ersten Bewohner. Das Haus verfügte über 55 Plätze in Drei- und Vier-Bett-Zimmern.

Im Jahr 1974 wurden die Großraumzimmer zu Doppel- und Einzelzimmern umgebaut. Es entstanden 23 Doppelzimmer und 55 Einzelzimmer. Ein weiterer Anbau mit Aufstockung der Belegbetten fand 1980 statt. Insgesamt konnte 101 Bewohnern ein neues Zuhause gegeben werden. Sieben Jahre später kam der Wunsch nach einem Begegnungsraum, einer Kapelle und einem Festsaal. Die Fertigstellung und Einweihung war 1990. Es konnten nun 120 Personen im Festsaal einen Platz finden, um z. B. gemütlich bei einer Kaffeetafel zusammensitzen.

Im Jahr 2002 gründete der Verein Kinder- und Altenheime Sulingen die Haus am Suletal gGmbH und die Kompass GmbH. Die Verlagerung der Tätigkeiten Altenhilfe und Jugendhilfe in jeweils selbständige juristische Personen, nämlich GmbH`s, war aus wirtschaftlichen und unternehmerischen Gründen erforderlich. Die Ausgründung der Altenhilfe aus dem Verein war auch eine Konsequenz aus der 1995/1996 in Kraft getretenen Pflegeversicherung.

Im Jahr 2003 wurde ein Neubau am Altgebäude errichtet. Nunmehr konnten 125 ältere und pflegebedürftige Bewohner im Seniorenheim Haus am Suletal aufgenommen werden. Durch eine Aufstockung im Jahr 2009 wurden 130 Plätze mit 108 Einzelzimmern und 11 Doppelzimmern zur Verfügung gestellt.

Im Jahr 2010 wurde die Kompass GmbH aufgelöst. Die Aufgaben in der Jugendhilfe wurden durch das Stephansstift, eine der größeren diakonischen Jugendhilfeeinrichtungen in Niedersachen mit Sitz in Hannover übernommen.

Im März 2012 hat der Verein wegweisende Beschlüsse für die Zukunft des Alten- und Pflegeheimes und somit der diakonischen Altenhilfe im Sulinger Land gefasst. Es erfolgte der Zusammenschluss mit dem St. Nicolaistift in Neustadt am Rübenberge, einer der ältesten kirchlich-diakonischen Altenhilfeträger in Niedersachsen und die Errichtung der Diakoniestiftung Sulinger Land, zum Regionalverbund Diakonische Altenhilfe Leine-Mittelweser.

Die Historie des Hauses am Suletal zeigt die wachsenden Veränderungen auf. In einem modernen Seniorenheim werden heute auf einer Grundstücksfläche von 14.700 m² 130 Bewohner von 106 Mitarbeitenden gepflegt, betreut und versorgt. Das Haus am Suletal befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums von Sulingen, umgeben von einem wunderschönen Park, der zum Spazierengehen und Verweilen einlädt.

Die Bewohner in unserem Haus erhalten von den qualifizierten und motivierten Mitarbeitenden in der Pflege und Betreuung, Hauswirtschaft, Verwaltung und Technik nicht nur die Pflege und Betreuung, die benötigt wird, sondern auch die christliche Nächstenliebe, einer diakonisch ausgerichteten Pflegeeinrichtung. Die Wohnfläche der Einzelzimmer liegt zwischen 14 und 24 m². Die Doppelzimmer haben eine durchschnittliche Größe von 24 m². Alle Einzel- und Doppelzimmer sind geräumig und freundlich, sind modern ausgestattet und verfügen über Dusche und WC. Jeder Bewohner kann sein Zimmer individuell einrichten, ganz nach seinen persönlichen Vorlieben. In den einzelnen Wohnbereichen stehen moderne Wohnküchen mit Küchenzeilen und gemütlichen Sitzecken zur Verfügung. Ein neues Zuhause, in dem sich die Bewohner, Angehörige, Besucher wohlfühlen und zu dem noch liebevoll umsorgt werden.

Ein abwechslungsreiches tägliches Begleitprogramm sorgt für Unterhaltung. So wird zum Beispiel Jackolo und Bingo gespielt, unter Begleitung eines Akkordeons gesungen, es findet kontinuierlich ein Malkurs statt und es kann auch an einem Betreuungsprogramm mit Hundetherapie teilgenommen werden. Außerdem bieten ausgebildete Kräfte Gymnastik oder auch Tanz im Sitzen an und vieles mehr. Des Weiteren findet einmal im Monat ein Gottesdienst in der eigenen Kapelle statt. Einige Veranstaltungen finden wöchentlich, andere wiederum einmal im Monat statt.

Viele ehrenamtliche Mitglieder beschäftigen sich fürsorglich mit unseren Senioren und sind im Haus am Suletal selbstverständlich immer gern gesehen.

Ein Zuhause, das rund um die Uhr Pflege, familiäre Betreuung und Versorgung bietet.